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Themen - Notebookklassen
Wen überzeugen und wie?
Wen gilt es zu überzeugen und mit welchen Argumenten?

Die SchülerInnen, die Eltern, die LehrerInnen, die SchulleiterInnen, die Schulerhalter, die Öffentlichkeit.

Die SchülerInnen sind bereits überzeugt.
- Sie nutzen die Neuen Informationstechnologien ganz zwanglos. Die Nutzenstiftung eines Notebooks mit Funkanbindung ist ähnlich evident wie der Einsatz eines Mobiltelefons als persönliche Kommunikationszentrale.
- Für IT-Profis liegt das Geld auf der Straße.

Die Eltern einer Notebookklasse gilt es dafür zu gewinnen, gemeinsam für ihre Kinder die Notebooks anzukaufen. Die Pädagogik darf ob der Technik nicht auf der Strecke bleiben.
- Die Eltern wollen eine gute und zeitgemäße Berufsausbildung für ihre Kinder.
- Die Eltern wollen wissen, was mit ihrer Investition geschieht.
- Das erste „notebookfreie“ Jahr ist das wichtigste. Hier wird der gemeinsame Notebookankauf vorbereitet. Die Einrichtung eines Elternrates empfiehlt sich.
- Notebookklassen stärken die Community der Schule.

Die LehrerInnen müssen grundsätzlich davon überzeugt sein, dass die Arbeit für sie (langfristig) einfacher und spannender wird. Sie wollen auf die neuen Aufgaben vorbereitet werden. Weiters wollen sie die Sicherheit haben, dass sie nicht „wegrationalisiert“ werden.
- Im Sekundarbereich bleibt der Präsenzunterricht tragende Säule der Ausbildung. Jugendliche sind soziale Wesen mit Wunsch nach „Augen- und Körperkontakt“ mit Gleichaltrigen. Die Schule kann das bieten. Auch lernen Jugendliche nicht von selbst.
- Das Notebook kann bewirken, dass die Autonomie der Lernenden gestärkt wird. SchülerInnen übernehmen mehr Verantwortung für Ergebnis und Termintreue und entlasten so die LehrerInnen.
- Die Lehrinhalte werden zeitgemäßer. Pädagogische Innovationen sind möglich. Der Unterrichtsertrag wird größer.
- Die Schulungen der LehrerInnen sollen eine IT-Basisschulung und didaktische Workshops umfassen. Die Technik muss funktionieren. Im Gebrechensfall muss ein Notbetrieb möglich sein.
- Wie man mit der Möglichkeit zur asynchronen Kommunikation zwischen LehrerInnen und SchülerInnen außerhalb der Unterrichtszeit umgeht, ist eine Sache von Regeln. Es kann auch reizvoll sein, den Unterricht auf diese Impulse abzustimmen.
- Die administrative Arbeit wird erleichtert: Unterrichtsdokumentation, elektronisches Klassenbuch. Die Korrektur schriftlicher Arbeiten (aber auch der Mitarbeit?) wird einfacher. Es entfallen Ausdruck- und Kopierzeiten für Unterlagen.

Die SchulleiterInnen müssen die Überzeugung gewinnen, dass sich der Ruf des Standorts (weiter) verbessert. Flexibilität darf nicht bedeuten, dass Unterricht entfällt. Die IT-Kostenexplosion ist in den Griff zu bekommen.

- Auch LehrerInnen haben drei Arbeitsplätze. Das Kommunikationssystem der Schule wird sich (langfristig) verbessern.
- IT gehört in die Klassen und nicht ins „EDV-Labor“.
- Abhängig vom Schultyp ist für je 4 bis 8 Schulklassen ein zusätzlicher EDV-Saal zu rechnen.
- Notebookklassen entflechten das Engpass-problem der zwei konkurrenzierenden Prinzipien: Klassenraum- versus Funktionsraumprinzip.
- Die Technik muss funktionieren. Unterricht darf nicht entfallen.
- Notebookklassen stärken die Community der Schule.

Schulerhalter und Öffentlichkeit wollen das Geld im Bildungssystem gut angelegt wissen.
Die Öffentlichkeit wird (langfristig) Rechenschaft verlangen, was in dem bezahlten asynchronen Teil der Unterrichtseinheit passiert. Notebookklassen haben darauf schon jetzt eine Antwort (...)
- Bildung hat den höchsten Multiplikator. Die Kosten werden nicht weiter explodieren.
- Die Jugendlichen bekommen eine zukunftweisende Ausbildung. Jeder hat eine Chance. Die Lust zum Life-long-learning wird geweckt.
- Im Hinblick auf diese Bildungsinnovation wird sich das Image des Lehrberufs und der Institution Schule verbessern. Die LehrerInnen werden den Wunsch verspüren sich am Abend und in den Ferien weiterzubilden.

Text: Auszug aus der Publikation "FuTour - Notebookprojekt von Christian Schrack

>> Warum Notebook-Klassen?
>> Wen überzeugen und wie?

>> Notebook-Klassen - FAQs

Auszüge aus der Publikation "FuTour - Notebookprojekt von Christian Schrack

30.03.2009