Lange Zeit hat man die Computer- und
Online-Spiele unserer Jugendlichen grundsätzlich mit Argwohn
beobachtet. Umstrittene Spiele wie Counter Strike, aber auch
unterhaltende wie die Sims oder durchaus lehrreiche wie Civilization
haben uns Eltern nicht immer gleichgültig gelassen. Inzwischen
wissen wir, dass die Beherrschung solcher Spiele nicht nur die
Geschicklichkeit am Computer schult, sondern auch strategische und
kooperative Fähigkeiten fördert, die im späteren
beruflichen Leben in Form von Teamfähigkeit und
Konfliktbewältigungs-Kompetenz zum Tragen kommen.
So gibt
es einige Projekte, die solche Spiele in die Ausbildung integrieren
und auf diesem Wege versuchen, die Kluft zwischen schulischer und
medialer Lebensumwelt zu überbrücken. Univ.-Prof. Dr.
Michael G. Wagner von der Donau-Universität Krems, Fachbereich
Applied Computer Game Studies vom Department für Interaktive
Medien und Bildungstechnologien hat in Zusammenarbeit mit dem
Massachusetts Institute of Technology und der Universität Wien
ein Projekt ins Leben gerufen, in dem einerseits das Potenzial des
"Digital Game Based Learning" im schulischen Alltag
ausgelotet werden soll, andererseits wieweit eine Verknüpfung
der Schule an die mediale Lebensumwelt von Jugendlichen überhaupt
praktikabel erscheint.
Das Projekt, das mit Oktober 2007 begonnen hat,
soll über die Durchführung von Pilotversuchen unter
wissenschaftlicher Begleitung bis zur Vorstellung der Ergebnisse im
Rahmen der Game City 2008 im September 2008 abgeschlossen sein.