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Rückblick:
eLC Frühjahrstagung 2008
Innsbruck

So viel gleich vorweg: Begegnungen, Entgegnungen, Diskussionen und viel Humor kennzeichneten die diesjährige eLC-Tagung im Haus der Begegnung in Innsbruck. Viele neue TeilnehmerInnen und kompetente Vortragende bereicherten eine informative und facettenreiche Veranstaltung, die uns Dank des Tiroler Clusterleiters Peter Leitl und Team ein unvergessliches eLC-Ereignis bleiben wird.



Montag, 31.3.2008
Nicht mehr die Technik (die wir inzwischen als selbstverständlich funktionierend voraussetzen dürfen), sondern soziale Aspekte sollten diesmal im Vordergrund stehen, vor allem das Thema Individualisierung zog sich wie ein roter Faden durch die drei Veranstaltungstage.

Neue Schulen sind dazugestoßen, neue Kontakte wurden geknüpft, neue Themen aufgegriffen und so manches konnte, auch Dank teils provokativer Vortragender, aus neuen Blickwinkeln betrachtet und bewertet werden.

So gab uns gleich am ersten Nachmittag DDr. Michael Henninger (Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland) einen durchaus pragmatischen und ungeschönten Blick auf den Stand des eLearning aus seiner Sicht. Trotz Kritik und Einwänden ist auch er der Meinung: eLearning garantiert einen kompetenten Umgang mit Information und Wissen und verhilft dadurch, zusätzlich zum gegenstandsbezogenen Lernen, zu erhöhter Medienkompetenz.

>> www.ph-weingarten.de

Dass Wissen inzwischen als zentrale Ressource unserer Gesellschaft gilt und effizient organisiert, teilbar und zugänglich gemacht werden muss, ist dabei selbstverständlich und braucht eigentlich nicht mehr gesondert erörtert zu werden. Web 2.0 dient dabei als zeitgemäßes Medium.

Notebook-Klassen sind, auch Dank inzwischen drastisch gefallener Hardware-Kosten, wieder im Gespräch, und damit natürlich die bereits erprobte und bewährte Notebook-Didaktik. Das Notebook als Werkzeug zum Lernen und zur Individualisierung ist mehr denn je untrennbar mit der Idee des eLearning verbunden.

Dienstag, 1.4.2008
MR Dr. Christian Dorninger und Mag. Christian Schrack gaben uns am Dienstag erste Informationen und Denkanstöße zu den Themen Individualisierung des Lernens, 3rd places of learning und dem neuen Rollenverständis von Unterrichtenden und SchülerInnen. LehrerInnen als TutorInnen und Coaches und SchülerInnen, die als Coaches voneinander lernen, sind motivierende und erfreuliche Realität.

>> 25plus

In unterschiedlichen Themenworkshops (Wissensmanagement, ePortfolio, Social Software mit WIKIs und Blogs, Podcasts) erarbeiteten und diskutierten die TeilnehmerInnen themenbeogene Problemstellungen und Lösungsvorschläge, die in anschließenden Präsentationsrunden im kleinen Kreis nochmals präsentiert und besprochen wurden.

Mittwoch, 2.4.2008
Die Berichte der ClusterleiterInnen über Fortschritte, Rückschläge und Erfolge ließen deutlich erkennen, dass der Weg immer mehr in Richtung eines neuen Rollenbildes von LehrerInnen und SchülerInnen geht. Eigenverantwortlichkeit, Rücksichtnahme auf unterschiedliche Begabungen der SchülerInnen und „voneinander Lernen“ erfordern flexible Unterrichtende und prägen mündige SchülerInnen, die fit sind für die Wissensgesellschaft und eine sich immer rascher verändernde Wirtschaft.

Standardisierung und Individualisierung:
ein Widerspruch?
Wir einigten uns darauf, dass Standardisierung notwendig ist, um allgemein gültige Zielvorgaben zu haben. Individualisierung ist und bleibt trotzdem gesichert – individuell und vielfältig sind die Wege, um die Zielvorgaben zu erreichen.

Der Vortrag von Univ.-Prof. Mag. Dr. Alois Ferscha (Johannes Kepler Universität Linz, Institut für Pervasive Computing) rundete die Veranstaltung mit einem visionären und humorvollen Blick in eine Zukunft ab, in der die Technik nicht mehr bemerkt wird, aber dafür ein umso selbstverständlicherer und dabei erstaunlicherer Teil des täglichen Lebens ist.

>> www.pervasive.jku.at/index.php
eLC Ziele 2008/09
Kompetenzsteigerung der SchülerInnen, größere Flexibilität durch fächer- und schulübergreifenden Unterricht und innovative Projekte, lohnender Mehraufwand als Motivationsfaktor – das sind einige der Ziele, die sich der eLC für das nächste Jahr gesetzt hat.

Neue Rollenbilder von LehrerInnen und SchülerInnen, Social Skills wie Teamfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie stetiger Know-How-Zuwachs bei Unterrichtenden weisen den Weg in ein neues, spannendes „miteinander und voneinander Lernen“.

>> Clusterziele Christian Schrack (pdf)

Nächste Veranstaltungen:
24.-26.9. ICL Villach
23.-24.10. eLearning Didaktik (TGM)
Jänner 2009 Clusterboard
20.-22.4.2009 eLC Frühjahrstagung in Melk

>> Termine (pdf)

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„Lernen muss man immer noch selber“ (Prof. Ferscha)
– in eLC-Schulen aber garantiert mit mehr Spaß und Erfolg!

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Ruth Sattler


>> Download der Tagungsunterlagen
02.04.2008